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07.03.2024

Debatte über die US-Wahlen beeinflusst den brasilianischen Kontext, so eine Studie der Hochschule für Kommunikation, Medien und Information der Fundação Getulio Vargas

Debatte über die US-Wahlen beeinflusst den brasilianischen Kontext, so eine Studie der Hochschule für Kommunikation, Medien und Information der Fundação Getulio Vargas

Mit dem Näherrücken der US-Präsidentschaftswahlen ist in den sozialen Medien eine verstärkte Diskussion zu beobachten, insbesondere nach dem Urteil des Obersten Gerichtshofs der USA am 4. März, das die Kandidatur von Donald Trump ermöglichte. Die Hochschule für Kommunikation der FGV (FGV-ECMI) untersuchte diese Debatte und ihre Ähnlichkeiten mit dem brasilianischen politischen Kontext zwischen dem 5. Februar und dem 5. März 2024 auf X, Facebook und Instagram.

Die Beiträge mit der größten Reichweite sind diejenigen, die die Geschehnisse in den USA mit der politischen Situation in Brasilien und der Regierung von Jair Bolsonaro vergleichen. Es wird argumentiert, dass in beiden Ländern eine Einmischung in die Justiz stattfinde, wobei die Justiz als „militant“ und „schlagkräftig“ bezeichnet wird. Laut der Online-Debatte sei der Fall Trump ein Zeichen für die Stärkung des Bolsonarismus. Hervorgehoben wurden prominente Personen wie der Bundesabgeordnete Eduardo Bolsonaro (PL-SP) und der Influencer Paulo Figueiredo, die angeblich Gespräche mit dem ehemaligen US-Präsidenten führten. Trump habe dabei betont, dass Brasilien unter seiner Regierung „Priorität“ hätte.

Auf X ließ sich die Polarisierung bezüglich dieses Themas messen. Pro-Trump-Gruppen stachen mit 66,9 % der Profilseiten und 81,3 % der Interaktionen hervor. In diesen Gruppen wird die Entscheidung des amerikanischen Obersten Gerichtshofs als Sieg gegen die Linke und als Chance für Trump, die Wahl zu gewinnen, angesehen. Auf Facebook und Instagram herrschte die Vorstellung, dass Bolsonaros politische Verbündete und Unterstützer*innen von der brasilianischen Regierung, den Medien und der Justiz verfolgt werden. Um diese Sichtweise auf internationaler Ebene zu untermauern, wurde auch die Wahl des argentinischen Präsidenten Javier Milei angeführt. Zudem wurde argumentiert, dass Trumps Präsidentschaft die politischen Bemühungen zur Bekämpfung dieser angeblichen Bedrohung der Rechten verstärken könnte.

Die Beiträge der linken Gruppen erzeugten hingegen weniger Engagement. Sie machten nur 20,3 % der Profilseiten und 12,9 % der Interaktionen aus. Zu diesen Gruppen gehören progressive Influencer*innen, Journalist*innen und Medienunternehmen. Der Schwerpunkt ihrer Postings liegt auf dem Konflikt zwischen Israel und Palästina, der Position der Biden-Regierung und deren niedrigen Zustimmungsraten. Ein weiteres wichtiges Thema für diese Gruppen ist die Desinformation, insbesondere die Nachricht, dass Trump-Anhänger*innen künstliche Intelligenz zur Erstellung von Bildern eingesetzt haben, um schwarze Wähler*innen für den amerikanischen Kandidaten zu gewinnen.

Die vollständige Umfrage finden Sie hier.

 

Die Äußerungen von Mitarbeiter*innen der Fundação Getulio Vargas, die in Artikeln und Interviews anderweitiger Kommunikationskanäle getätigt werden, entsprechen ausschließlich den Meinungen der Autor*innen und nicht notwendigerweise der institutionellen Haltung der FGV. FGV-Verordnung Nr. 19/2018.

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