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21.09.2023

FGV-ECMI-Forscherin nimmt am Untersuchungsausschuss für digitale Gewalt gegen Frauen teil

Debatte thematisierte die wichtigsten Formen der geschlechtsspezifischen Gewalt im Internet

Leticia Sabbatini, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Hochschule für Kommunikation, Medien und Information der Fundação Getulio Vargas (FGV-ECMI), die einen Masterabschluss sowie einen Doktortitel in Kommunikation besitzt, nahm als Rednerin am Untersuchungsausschuss zur Bekämpfung von digitaler Gewalt gegen Frauen teil. Dieser fand am Donnerstag, den 21. September, in der Legislativversammlung des Bundesstaates Rio de Janeiro (ALERJ) statt.

 

Ziel des Ausschusses war es, die Ursachen von Gewalt gegen Frauen im Internet auszumachen und Möglichkeiten zur Verhinderung und Bekämpfung dieser Gewalt im Bundesstaat Rio de Janeiro zu ermitteln. Dabei sollte auch berücksichtigen werden, wie diese Formen von Gewalt strukturiert sind. Daran nahmen die Abgeordneten Luiz Paulo (PSD), Índia Armelau (PL) und die Ausschussvorsitzende Marta Rocha (PDT) teil. Neben Letícia Sabbatini war außerdem noch Rafael Wanderley Mitglied des Ausschusses. Er ist Rechtsanwalt und Ersteller der Anwendung Maria da Penha virtual, einem vom Staatsgerichtshof (TJ-RJ) konsolidierten Programm zur Verbesserung des Zugangs zu Hilfeeinrichtungen für Frauen, die Opfer von Gewalt in Rio de Janeiro wurden.

 

Sabbatini, die den Bericht „Mapa da Violência Política de Gênero em Plataformas Digitais“ (Karte der politischen geschlechtsspezifischen Gewalt auf digitalen Plattformen) mitverfasste, präsentierte Daten über geschlechtsspezifische Gewalt, die in den wichtigsten sozialen Netzwerken verübt wird. Dabei betonte sie, wie wichtig es sei, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzen, um das Problem wirksam zu bekämpfen: „Wenn sich Gewalt auf digitalen Plattformen abspielt, fällt es Betroffenen schwerer sie als solche zu identifizieren. Das wiederum macht es schwerer eine belastbare Grundlage für ihre Bekämpfung zu schaffen“.

 

Die Debatte im Ausschuss konzentrierte sich auf die Probleme im Zusammenhang mit dem Umgang mit Online-Gewalt und den Lücken im Verständnis von Gewalt, die für die Demokratie am schädlichsten sind. Außerdem wurde hervorgehoben, dass digitale Plattformen passiv zur Verbreitung von Gewalt beitragen, da sie gewaltsame Inhalte zwar nicht selbst produzieren, ihnen aber einen Raum geben.

 

 

Die Äußerungen von Mitarbeiter*innen der Fundação Getulio Vargas, die in Artikeln und Interviews anderweitiger Kommunikationskanäle getätigt werden, entsprechen ausschließlich den Meinungen der Autor*innen und nicht notwendigerweise der institutionellen Haltung der FGV. FGV-Verordnung Nr. 19/2018.